Dienstag, 2. Juni 2020

Einführung in die Blockchain-Technologie - Teil 1

Blockchain - ganz schnell erklärt

Eine Blockchain (auf deutsch: Blockkette) ist einfach ausgedrückt eine Datenbank, die um neue Daten erweitert werden kann. Wie an einer Kette können Daten als Blöcke kryptographisch hinzugefügt bzw. verkettet werden. Jeder neu hinzugefügte Block enthält einen kryptographisch sicheren Hash des vergehenden Blocks, einen Zeitstempel und die Transaktionsdaten. Die Daten können hierbei beliebige digitale Informationen sein und sind nach dem Einfügen nicht mehr veränderbar.

Übrigens:
Es gibt nicht "die Blockchain". Es können beliebig viele Blockchains existieren. Z.B. hat jede derzeit existierende Kryptowährung eine eigene Blockchain

Was ist denn so revolutionär an der Blockchain-Technologie?
  • Die Daten in der Blockchain sind transparent, aber völlig anonym für den Nutzer
  • Die Nutzer können anonym miteinander kommunizieren
  • Die Daten bzw. Informationen besitzen eine Gültigkeit
  • Im Bereich der Finanzen können bei der Verwendung der Blockchain-Technologie für Geld-Transaktionen die besondere Vertrauensstellung von Banken entfallen. Die Geld-Transaktion geht ohne Banken, diese Vermittlerrolle übernimmt die Blockchain.   
Wann und von wem wurde die Blockchain-Technologie entwickelt?
2008 publizierte eine unbekannte Person unter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" ein technisches Konzept für digitales Bargeld unter dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System”1.

Blockchain - ein dezentrales Buchführungssystem
Eine Blockchain ist wie ein dezentral geführtes Buchführungssystem, bei dem der jeweils richtige Zustand dokumentiert werden muss, da ja viele Nutzer bzw. Teilnehmer beteiligt sind. Dieses Konzept heißt auch "Distributed-Ledger-Technologie" (dezentral geführte Kontobuchtechnologie). Welche Informationen in die Blockchain eingekettet werden spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass spätere Transaktionen auf den früheren Transaktionen aufbauen und diese als richtig bestätigen. Die spätere Transaktion beweist sozusagen die frühere Transaktion. Somit sind nachträgliche Manipulationen von Transaktionen in der Blockchain nicht möglich, ohne auch gleichzeitig die späteren Transaktionen kaputt zu machen. Die anderen Teilnehmer der dezentralen Buchführung, die noch Kentniss der späteren Transaktionen haben, würden die veränderte Kopie der Blockchain sofort erkennen, da die berechneten kryptographisch sicheren Hashwerte nicht mehr übereinstimmen.

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